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Wie funktionieren offene Immobilienfonds?

Die Angebote an offenen Immobilienfonds sind vielfältig, in der Regel bietet jede der grösseren Fondsgesellschaften einen oder mehrere Immobilienfonds zur Auswahl. Investiert werden kann per Einmalanlage oder auch im Rahmen eines Sparplans. Ab 50,- Euro monatlich erwirbt der Anleger Anteile an einem Immobilienfonds Sondervermögen, welches von der Fondsgesellschaft, dem Fondsmanagement verwaltet wird.

Hier liegt der wesentliche Unterschied zu einem geschlossenen Immobilienfonds. Offene Fonds betreuen in der Regel mehrere Immobilien, halten zusätzliche Bargeldbestände (mind. 5%, maximal  49% des Fondsvermögens) und können je nach Marktlage in weitere Objekte investieren.

Offene Immobilienfonds investieren das Fondsvermögen meistens in grössere Immobilienprojekte, z.B. Büro- und Gewerbeimmobilien in Deutschland oder auch dem Ausland. In welche Projekte ein Fonds investieren darf, ist in den Fondsprospekten mehr oder weniger deutlich geregelt.

Anfang 2006 haben die -bis dahin als absolut solide Anlage geltenden- geschlossenen Immobilienfonds beispielsweise der Deutschen Bank und der KanAm Schlagzeilen gemacht, als diese zunächst vorübergehend geschlossen wurden. Grund dafür war der enorme Abfluss von Anlegerkapital innerhalb kürzester Zeit. Hinzukam, dass viele Immobilien zum Boomzeiten gekauft wurden und aufgrund von allgemein gesunkenen Immobilienpreisen jetzt weniger wert sind als ursprünglich kalkuliert. Inzwischen werden Immobilienfonds sogar aufgelöst, siehe beispielsweise den o.f. Kanam oder DEGI Europa.

Offene Immobilienfonds können eine recht solide Geldanlage sein. Allerdings sind auch Immobilienfonds und deren Rendite nicht zu 100% sicher. Gerade das wurde bei dem Skandal um die Fonds von Deutsche Bank und Co. wieder einmal deutlich. Auf jeden Fall sind offene Immobilienfonds eine eher langfristige Geldanlage und nicht für kurzfristige Spekulationen geeignet.

Anteile an geschlossenen Immobilienfonds werden auch an der Börse gehandelt. Dabei sollen an der Börse Hamburg angeblich die höchsten Preise erzielt werden. Bei Verkauf von Fondsanteilen über die Börse (erfolgt beispielsweise über die eigene Hausbank), sollte man aber ein Limitkurs setzen.

(c) Olaf Varlemann (Bankkaufmann)

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