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Wie wichtig ist eine private Rentenversicherung?

Die private Rentenversicherung ist eine besondere Form der Kapitalversicherung. Die Versicherten erwerben bei dieser Versicherungsform das Recht auf eine lebenslange Rentenzahlung. Dafür zhalt der Versicherte entweder regelmäßig Beiträge ein („aufgeschobene Rentenversicherung gegen laufende Beiträge“) oder er leistet eine Einmalzahlung. Beginnen die Rentenzahlungen direkt nach Zahlung eines Einmalbeitrags, handelt es sich um eine "sofortbeginnende Renten gegen Einmalbeitrag". Die Rentenzahlungen bestehen aus einem garantierten und einem nicht garantierten Teil. Letzterer hängt von der Ertragssituation des Unternehmens ab. Todesfallschutz ist in der Regel nicht enthalten.

Die private Rentenversicherung ist im Grunde ein reiner Sparvertrag, eine Kapitalversicherung ohne jeden Versicherungsschutz, die auch Kranke abschließen können. Angepriesen wird sie als Instrument zur Lösung der "heißdiskutierten" Rentenprobleme. Die Rendite sei viel besser als bei Kapitalversicherungen, weil kein Todesfallschutz mitversichert sei. Tatsächlich gibt es bei Tod vor Vertragsablauf nur die eingezahlten Beitrage plus evtl. Überschüsse zurück. Sicher ist dem Kunden nämlich nur ein Teil der Auszahlung. Der andere, nicht garantierte Teil, die so genannte „Gewinnrente„ kann vom Versicherer, zum Beispiel abhängig von dessen Geschäftserfolg, gekürzt werden. Das führt aktuell dazu, dass vielen Verbrauchern, die aus einem privaten Rentenversicherungsvertrag monatliche Rentenzahlungen erhalten, diese nach und nach immer weiter gekürzt werden.

Der Bund der Versicherten weist schon seit langem darauf hin, dass die private Rentenversicherung nach genau dem gleichen Schema funktioniert, wie die Kapital-Lebensversicherung. Auch hier werden hohe Kosten einbehalten und es verschwinden Versichertengelder in stillen Reserven. Auch hier können die Unternehmen die Erträge aus Versichertengeld weitgehend missbrauchen. So hatte die Rentenversicherung in der Vergangenheit oft eine schlechtere Rendite als Kapitalversicherungen. Und das wird bald wieder so sein. Denn hier kommt noch hinzu: Was bei der Kapitalversicherung Überschüsse bringt, verursacht bei Rentenversicherungen eine geringere Überschussbeteiligung - die ständig steigende Lebenserwartung! Rentenversicherte zahlen Beiträge und erhalten Rentenversprechen nach Sterbetafeln von heute. Sie leben aber in 20 oder 30 Jahren länger als erwartet. Drei Jahre längeres Leben bedeutet für die Rentenversicherungen: Es müssen drei Jahre länger nicht einkalkulierte Jahresrenten gezahlt werden - zu Lasten der Überschussbeteiligung. Und schon ist der Vorteil dahin, dass hier kein Beitrag für Todesfälle gezahlt wird.

(c) Olaf Varlemann Baufinanzierungsberatung

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