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Tagesgeldanleihe des Bundes
Der Bund will ab Juli 2008 eine spezielle Anleihe für Privatanleger herausgeben und damit den Banken beim Geschäft mit Tagesgeldkonten Konkurrenz machen. Über die deutsche Finanzagentur bringt der Bund dann ein tagesgeldähnliches Wertpapier auf den Markt. Und das zu attraktiven Konditionen: Der Zinssatz wird -nach derzeitigem Stand- bei ca. 3,7 Prozent p.a. liegen.
Dieses neue Zinspapier ist täglich verfügbar, da Anleger es jederzeit kaufen und verkaufen können. Sie kommen also immer und jederzeit an ihr Geld. Der Zinssatz ist allerdings nicht so stabil wie bei einem klassischen Tagesgeldkonto, denn er richtet sich nach dem Geldmarktsatz, zu dem sich Banken gegenseitig für einen Tag Geld leihen: Dem Eonia (Euro Overnight Index Average). Dieser Zinssatz orientiert sich wiederum an dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Daher liegt der Satz fast auf Höhe des Leitzinses von derzeit vier Prozent.
Der Bund gibt von dem Leitzins 92,5 % an den Besitzer der Tagesanleihe weiter behält 7,5% er ein. So ergibt sich der Tageszinssatz von derzeit 3,7 Prozent. Die jährliche Rendite für den Anleger liegt dank eines Zinseszinseffektes aber sogar effektiv noch um etwa 0,1 Prozentpunkte höher, denn die Zinsen werden täglich gutgeschrieben und damit direkt wieder mitverzinst.
Sollte die EZB den Leitzins erhöhen und damit der Eonia nach oben gehen, steigt auch die Verzinsung der Tagesanleihe unmittelbar an. Umgekehrt wird aber auch eine Senkung direkt an den Kunden weitergegeben. Der Sparer sollte dennoch unter dem Strich von der ungewohnten täglichen Orientierung am Marktzins profitieren. Bei vielen Banken und Sparkassen machte der Besitzer eines Tagesgeldkontos in den vergangenen Jahren nur die Bewegung nach unten schnell mit, mit der Anpassung des Zinses nach oben, liessen sich viele Institute dagegen Zeit.
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