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Leben und Arbeiten in Schweden
Schweden gilt vielerorts noch immer als arbeitnehmerfreundliches und sehr soziales Musterländle. Allerdings ist Schweden auch recht teuer und mit einer Abgabenlast von ca. 60% des Einkommens bleibt vom Bruttoeinkommen weniger als die Hälfte. Aber: in Schweden sind die Einkommensunterschiede zwischen den einzelnen Berufsgruppe und Branchen nicht so hoch wie hier in Deutschland.
Wer sich als EU-Bürger mehr als 3 Monate in Schweden aufhalten möchte, benötigt erst einmal eine Aufenthaltserlaubnis (ausgenommen sind Dänen und Finnen). Diese Aufenthaltserlaubnis wird in Schweden beim Einwanderungsamt beantragt. Dazu muss u.a. eine entsprechende Bescheinigung des Arbeitgebers vorgelegt werden. Die Aufenthaltserlaubnis wird zunächst für 5 Jahre vergeben und kann dann entsprechend von Jahr zu Jahr verlängert werden.
Obwohl auch in Schweden die Arbeitslosigkeit in vielen Regionen wieder leicht steigend ist, herrscht in bestimmten Branchen ein Fachkräftemangel. Dies betrifft vor allem den gesamten medizinischen und pflegerischen Bereich. Aber auch in der Industrie und im Handwerk werden qualifizierte Fachkräfte gesucht.
Die Lebenshaltungskosten sind um etwa 10% höher als in Deutschland und europaweit spitze- wie auch die Steuern und Sozialabgaben. Auf der anderen Seite gibt es gerade für Familien mit Kindern zahlreiche Vergünstigungen. Teuer wird es allerdings bei Luxusartikeln wie Autos oder “gesundheitsschädlichen” Produkten wie Tabak und Alkohol.
Bei der Jobsuche in Schweden spielen die örtlichen Arbeitsämter eine wesentliche Rolle. Dort gibt es für alle Branchen/Berufe entsprechende Fachvermittler/-berater.
Apropos Arbeitsamt: wer in Deutschland arbeitslos ist, kann seine Ansprüche und Leistungen ggf. auch in Schweden für noch 3 Monate behalten.
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