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EU-Initiative zur Verbesserung der Einlagensicherung

Januar 2012: das EU-Parlament bemüht sich derzeit um eine Verbesserung der Einlagensicherung bei europäischen Banken. Grund ist, dass das EU-Parlament nicht davon überzeugt ist, dass die nationalen Einlagensicherungssysteme tatsächlich leistungsfähig sind. Dies gilt insbesondere bei einer größeren Pleite. Die in den verschiedenen Sicherungssystemen bereits vorhandenen Mittel reichen demnach nicht für große Krisen und die Nachschusspflicht dürfte ggf. ins Leere laufen

Die EU möchte, dass die Sicherungssystem nicht erst aufgefüllt werden, wenn die Krise da ist, sondern dass diese jetzt vorab aufgefüllt werden. Laut EU sollen die Banken -innerhalb der nächsten 15 Jahre- die Sicherungssystem je Kunde mit 1,5% des garantierten Betrages (100.000 Euro) auffüllen.

EU und die nationalen Regierungen liegen hier allerdings “über Kreuz” und können sich nicht über die Details einig werden.

Die Bankenverbände schreien laut “Alarm” und ziehen wieder ihre altbekannte Karte mit der drohenden Bremse bei der Kreditvergabe an Wirtschaft und Privatpersonen. Schließlich müsse man ja auch noch die Folgen von “Basel III” verkraften.

Dass die Einlagensicherungssysteme reformbedürftig sind und den Verbrauchern derzeit eine Sicherheit vorgaukeln, die es de facto nicht gibt, steht außer Frage. Die Frage ist nur, ob sich das wesentlich verändert, wenn Banken je Kunde 1.500 Euro in den Sicherungstopf einzahlen - in den nächsten 15 Jahren. Statt Bank- und Sparkassenkunden in einer nicht vorhandenen Sicherheit zu wiegen, sollte man Ihnen bewusst machen, dass es für das Guthaben bei Banken keine hundertprozentige Garantie gibt. so wie es auch nicht einzusehen ist, dass “der Steuerzahler” für publicityträchtige Garantien unserer Politiker einzustehen hat. Wer sein Kapital sicher anlegen will, muss lernen, dieses Kapital breit streuen.

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