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Tipps und Mythen rund ums Grillen
Die Bezeichnung “Grillmeister” ist in Deutschland dabei, dem Doktortitel den Rang abzulaufen. Aber so wie sich um einige Doktorarbeiten Mythen und Legenden ranken (beipielsweise die davon, dass der Doktorand die Arbeit selbst geschrieben hat), gibt es auch beim Grillen einige uralte und sich hartnäckig haltende Märchen und Mißverständnisse. Diesen möchten wir hier mal etwas auf den Grund gehen.
Nur mariniertes Fleisch schmeckt?
Zugegeben: Fleisch wie Nackenkotelett oder Huhn, die von Natur aus eher langweiligt schmecken, brauchen tatsächlich eine Marinade. Allerdings sollte man das Fliesch mindestens einen halben Tag marinieren und die Marinade mit einem Küchentuch abtupfen. Ansonsten tropft diese gerne in den Grill und das ist nicht nur ungesund, sondern verdirbt den Geschmack.
Andere Fleischarten wie beispielsweise Rindersteaks brauchen aufgrund des Eigengeschmacks keine oder nur eine sehr sparsamme Marinade.
Flammen löscht man mit Bier ab?
Wenn die Holzkohle flammen schlägt, weil z.B. Fett vom Grill auf die Kohle tropft, kann man die Flammen gerne löschen. Dazu Bier zu verwenden ist reine Verschwendung, denn Geschmack oder Aorma kann das Bier nicht abgeben, weil es zu schnell verdampft. Außerdem sollte man vorm Ablöschen den Grillrost hochnehmen und beiseite stellen. Ansonsten hat man die ganze Asche am Grillgut. Zum Ablöschen eignet sich am besten Wasser in einem Zerstäuber (gibt weniger Asche).
Nur Holzkohle gibt den echten Gschmack?
Darüber streiten sich “die Experten” seit es Gas- und Elektrogrills gibt. Den Geschmack und das Aroma machen aber nicht die Holzkohle, sondern die hohe und trockene Hitze des Holzkohlegrills. Wenn man beim Elektro- oder Gasgrill die obligatorische Auffangschale für Fett nicht mit Wasser füllt und den Grill richtig auf Temperatur bringt, bekommt man den gleichen Geschmack. Das Holz bzw. die Holzkohle wirkt sich nur beim sog. “Smoken” (Räuchern) auf den Geschmack aus. Dazu benötigt man spezielle geschlossene Grills mit indirekter Hitze.
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