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Soziale Netzwerke für Mitarbeiter von Finanzdienstleistern: Grundsätzliches

Für Mitarbeiter(innen) von Finanzdienstleistungsunternehmen gelten bei der Nutzung sozialer Netzwerke ein paar besondere Regeln. Diese kann man sicher auch auf einige andere Branchen übertragen, aber wir stellen sie hier expliziet aus “Bankersicht” dar.

Soziale Netzwerke sind öffentlich

Wer glaubt, dass er/sie sich in einem der diversen sozialen Netzwerke und Plattformen unerkannt “rumtreiben” kann irrt. Die Netzwerke und deren Inhalte sind längst schon allein aufgrund ihrer Mitgliederzahl ein öffentlicher Raum. Namen, Adressen, Beiträge und Bilder, die in den sozialen Netzwerken benutzt, geschrieben und hochgeladen werden, tauchen zudem oft auch in den meisten Suchmaschinen wie Google auf. Man muss also nicht einmal selbst Mitglied eines der Netzwerke sein, um sehen zu können, was andere dort “so treiben”.

Was nützen einem die sozialen Netzwerke?

Der Sinn jeder Netzwerkarbeit besteht darin, bestehende Kunden- und Geschäftsbeziehungen zu festigen und neue Beziehungen aufzubauen. Dafür kann man sich viel Zeit nehmen und direkte persönliche Kontakte pflegen und neu knüpfen. Die Teilnahme bei den bekannten Internetnetzwerken bietet vor allem eine Zeitersparnis und vereinfacht die Kontaktpflege.

Soziale Netzwerke und Finanzdienstleister passen eigentlich nicht zusammen

Vielen Finanzdienstleistern sind soziale Netzwerke vor allem deshalb suspekt, weil soziale Netzwerke quasi eines der wichtigsten Geschäftsprinzipien der Finanzdienstleister unterlaufen: die Vertraulichkeit von Informationen und Kunden-/Geschäftsbeziehungen. Soziale Netzwerke wie Xing leben aber gerade davon, Geschäftsbeziehungen öffentlich zu machen. Das ist quasi der Sinn “der ganzen Show”. Wer sich als Mitarbeiter eines Finanzdienstleisters auf den Plattformen präsentiert, muss also laufend den Spagath zwischen Vertraulichkeit und (Eigen-)Werbung versuchen.

Finanzdienstleister achten besonders auf das Erscheinungsbild

Gerade auch Personalverantwortliche schauen gerne mal bei Xing, StudiVZ oder Facebook rein, um zu sehen ob der Bewerber um einen Job dort vertreten ist und wie er/sie sich dort präsentiert. Wer meint, dass das reine Privatsache ist, irrt. Gerade Banken und andere Finanzdienstleister legen extrem hohen Wert auf die Reputation und Seriosität ihrer Mitarbeiter. Aber auch, wer seinen Traumjob beispielsweise in einer Bank gefunden hat, muss damit rechnen, dass er/sie bzgl. der Aktivitäten in sozialen Netzwerken laufend unter Beobachtung steht. Wer dan beispielsweise bei Facebook die letzten Partybilder hochlädt oder “zweifelhaften Gruppen” das Prädikat “gefällt mir” verleiht, muss sich nicht wundern, wenn er oder sie irgendwann zum Personalgespräch geladen wird.

 

(c) Olaf Varlemann (Bankkaufmann)

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