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Wie wichtig ist eine Krankentagegeldversicherung?
Wer auf sein laufendes Einkommen angewiesen ist (z. B. auch zur Tilgung laufender Kredite), braucht für eine Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall zusätzlichen Versicherungsschutz. Wenn die Arbeitsunfähigkeit bei Arbeitnehmern über die Zeit einer Lohnfortzahlung hinausgeht und das Krankengeld der Krankenkasse deutlich niedriger ist als das bisherige Nettoeinkommen, benötigen insbesondere Arbeitnehmer mit höherem Einkommen oder Selbständige bzw. Freiberufler ein Krankentagegeld. Grundsätzlich gilt dies aber auch für alle anderen Arbeitnehmer, wenn keine oder nur geringe Geldreserven vorhanden sind und ein krankheits- oder unfallbedingter Einkommensausfall nicht über längere Zeit verkraftet werden kann.
Selbständige und Freiberufler haben zwei Möglichkeiten, die Einkommenslücke zu schliessen: Sie können zusätzlich zum Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung eine private Tagegeld-versicherung über den nicht gedeckten Tagessatz abschließen. Sie können sich aber auch bei der Krankenkasse ohne Krankengeldanspruch versichern und eine private Versicherung für das volle Krankentagegeld abschließen (was oft günstiger ist). Das Ganze ist letzten Endes eine Beitragsfrage. Das heißt: In dieser Situation sollte jeder den Kassenbeitrag für Krankengeld mit dem günstigsten Beitrag für eine private Tagegeldversicherung vergleichen.
Für Selbständige und Freiberufler ist es sinnvoll, eine Tagegeldzahlung nicht gleich vom ersten Krankheitstag an zu vereinbaren. Das ist viel zu teuer. Man sollte überlegen, wie lange man ohne zusätzliche Leistungen finanziell "über die Runden" kommen kann (3, 6 oder mehr Wochen) und erst danach Krankentagegeld vereinbaren. Meistens ist es auch vernünftig, das Tagegeld zu staffeln, z. B. 50 Euro pro Tag ab 4. Woche, weitere 50 Euro ab 7. Woche, weitere 50 Euro ab 13. Woche ...; denn je länger die Karenzzeit, desto niedriger der Beitrag.
Für wen lohnt sicher der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung?
Eine Krankentagegeldversicherung ist, insbesondere für Arbeitnehmer mit höherem Einkommen oder Selbständige/Freiberufler unverzichtbar. Freiwillig Versicherte haben meist eine große Ein-kommenslücke bei Krankheit oder Unfall, da sich das Krankengeld nicht nach dem gesamten Gehalt, sondern nur nach der niedrigeren Beitragsbemessungsgrenze bemisst. Alles was brutto über die Beitragsbemessungsgrenze verdient wird, bleibt bei der Krankengeldhöhe aussen vor.
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