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Teldafax pleite - was ist zu tun?
Der Billigstromanbieter Teldafax hat am 13.06.2011 Insolvenzantrag gestellt und ist damit umgangssprachlich “pleite”. Betroffen davon sind rund 700.000 Kunden in Deutschland, die zu großen Teilen besonders günstige Vorkasse-Tarife abgeschlossen hatten. Für die wird es wahrscheinlich besonders bitte, denn die geleisteten Vorauszahlungen sind wahrscheinlich verloren (?).
Was können Teldafax-Kunden jetzt tun?
Bei Bezahlung per Lastschrift: Geld zurückholen
Wenn Sie per Lastschreifteinzug bezahlt haben, können Sie die letzte(n) Lastschrift(en) bei Ihrer Bank wegen Widerspruch zurückgeben. Das funktioniert bei Lastschriften, die vor weniger als 6 Wochen vom Konto abgebucht wurden.
Aber: selbstverständlich müssen Teledafaxkunden für bereits bezogenen Strom zahlen. Wer eine Lastschrift “zurückholt”, sollte umgekehrt den bereits verbrauchten Anteil an Teldafax überweisen. Ansonsten drohen Zahlungserinnerungen/Mahnungen vom Insolvenzverwalter.
Neuen Stromanbieter suchen?
Die Insolvenz von Teldafax bedeutet nicht, dass damit automatisch alle abgeschlossenen Stromverträge Null und Nichtig sind oder Kunden ein Sonderkündigungsrecht haben. Alle bislang abgeschlossenen Verträge haben auch nach dem Insolvenzantrag grundsätzlich Bestand.
Wechseln können nur die Teldafaxkunden, bei denen das jeweils stromdurchleitende Unternehmen seinerseits den Vertrag mit Teldafax gekündigt hat (z.B. wegen Zahlungsrückständen). Diese Kunden von Teldafax “fallen dann in die Grundversorgung” durch örtliche Stromlieferanten.
Ansprüche beim Insolvenzverwalter geltend machen
Wer einen Vorkassetarif abgeschlossen hat, sollte seine Ansprüche auf Rückzahlung beim zuständigen Insolvenzverwalter geltend machen. Zum Insolvenzverwalter wurde der Anwalt Bier Bähr (Düsseldorf) bestellt.
Weitere Infos (auch zum Insolvenzverwalter) erahlten Sie beim Amtsgericht Bonn unter den Rufnummern
0228/702-2216 oder -2217 oder -1908 oder -1909 (Quelle: Focus-Online)
Laut Presseberichten sollen einige Teldafax-Mitarbeiter seit 2 Monaten damit beschäftigt gewesen sein, geschäftsunterlagen zu vernichten. Das deutet darauf hin, dass bei dem Unternehmen einiges mehr nicht mit rechten Dingen zuging.
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