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Risikoanlagen: Unternehmensanleihen

09.07.2016: Magere Zinsen für das Ersparte sorgen bei kleineren und mittelständischen Unternehmen für Frohlocken. Mit vergleichsweise einfachen Mitteln läßt sich gerade bei deutschen Anlegern mittels Unternehmensanleihen viel Kapital einsammeln.

Was viele private Kapitalanleger leider vergessen: Anleihen von Unternehmen sind immer mit Risiken behaftet. Es sind nicht immer nur die vermeintlich günstigeren Anleihezinsen statt “teurer Kreditzinsen, die Unternehmen zur Ausgabe von Anleihen bringen, sondern unter Umständen auch die Tatsache, dass Banken “den Hahn zugedreht haben” oder damit drohen.

Die Investition in Unternehmensanleihen, insbesondere in sog. Mittelstandsanleihen, ist nur etwas für erfahrene Kapitalanleger, die Unternehmensprospekte und Bericht von Kapitalmarktcoaches richtig lesen und interpretieren können. Für den normalen Anleger, der sein sauer Erspartes solide und zinsbringend anlegen will, eignen sich insbesondere Mittelstandsanleihen nicht. Immerhin liegt die Ausfallquote aller seit 2010 ausgegebenen deutscher Mittelstandsanleihen bei rund 25 Prozent (Stand Juli 2016).

Aber man kann das ja immer und überall predigen. Sobald ein Unternehmen 7 Prozent Rendite in Aussicht stellt und noch mit Begriffen wie “Umweltschutz” oder “Nachhaltigkeit” wirbt, scheint bei vielen Deutschen der Verstand auszusetzen. Das zeigt sich gerade bei den jüngsten großen Pleitefällen German Pellets (Insolvenz Februar 2016) und KTG Agrar (Insolvenz Juli 2016). Allein bei in Hamburg ansässigen KTG Agrar dürften jetzt rund 20.000 Anleger “eine lange Nase machen” und auf insgesamt 340 Mio Euro sitzen bleiben.

Im Fall einer Insolvenz des Schuldners werden die ausgegebenen Anleihen nachrangig behandelt. Erst müssen von der Insolvenzmasse also beispielsweise Löhne, Steiern usw., gezahlt werden. Nur, wenn dann noch Vermögenswerte vorhanden sind, kommen die Anleihegläubiger zum Zug. Zu holen ist dann aber meist nichts und die hochverzinste Anleihe wird zum Totalausfall.

Wo und wie kann mein Anleihen zeichnen bzw. erwerben?

Anleihen mittelständischer Unternehmen werden an der Börse Stuttgart im Segment MBond gehandelt. Dort können sowohl neue Anleihe gezeichnet als auch laufende Anleihen gehandelt werden. Übrigens: der BondMIndex hat in den vergangenen 5 Jahren ein sattes Minus von 33,75 Prozent eingefahren.

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