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Das Vorstellungsgespräch - so läuft´s
Die meisten Vorstellungsgespräche laufen vor allem bei größeren Unternehmen nach einem ganz bestimmten Muster ab. Sie können daher davon ausgehen, dass die nachfolgenden Themen und Fragen auf Sie zukommen werden:
Begrüßung und Einleitung des Gesprächs
Dies ist der Moment, in dem der berühmt-berüchtigte erste Eindruck geprägt wird. Versuchen Sie, gelassen zu wirken und einigermaßen selbstsicher zu erscheinen.
Motive der Bewerbung und Leistungsmotivation
Typische Fragen sind:
- Warum wollen Sie gerade bei uns arbeiten?
- Warum wollen Sie den Arbeitsplatz wechseln?
Ihr Gegenüber testet, wie fundiert Motivation und Interesse sind. Ist dieser Arbeitsplatz erste Wahl oder nur Kompromiss bzw. sogar Notlösung? Legen Sie sich vorher eine plausible Argumentation zurecht. Beklagen Sie sich aber auf keinen Fall über Ihren jetzigen Arbeitgeber!
Ausbildung und beruflicher Werdegang
Typische Fragen sind:
- Wie verlief Ihr bisheriger Berufsweg?
- Was sind z.Z. Ihre konkreten Arbeitsaufgaben?
- Warum haben Sie Ihren Arbeitgeber öfter bzw. selten gewechselt?
Planung oder war alles nur Zufall? Ist ein roter Faden bei Ihren Motiven für Arbeitsplatz- und Positionswechsel erkennbar? Überlegen Sie sich vorher, was und wie Sie antworten und welches Bild Sie dabei von sich erzeugen. Tipp: beten Sie nicht einfach Ihren Lebenslauf runter. Das langweilt auch hartgesottene Personalchefs. Erzählen Sie statt dessen eine spannende Geschichte. Hier kommt es nicht unbedingt auf Vollständigkeit an.
Persönlicher, familiärer und sozialer Hintergrund
Typische Fragen sind:
- Erzählen Sie etwas über sich, wir möchten Sie gerne kennenlernen
- Was macht Ihr Mann/Ihre Frau beruflich?
Das ist ein Test nach dem Motto: "Zeige mir dein Umfeld, und sich sage dir, wer du bist". Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie eine relativ konfliktfreie, weitgehend problemlose heile Welt präsentieren müssen. Sie sind nicht zur Wahrheit verpflichtet - und zwar dann nicht, wenn Ihr Gegenüber sogenannte unzulässige Fragen stellt. Das sind Fragen nach der politischen Meinung, Privatplänen, z.B. Heirat. Erlaubt sind auch keine Fragen nach Vorstrafen, laufenden Ermittlungsverfahren sowie Parteizugehörigkeit.
Gesundheitszustand
Typische Fragen sind:
- Waren Sie schon mal ernstlich krank?
- Wie oft gehen Sie im Jahr zum Arzt?
Ihr Gegenüber testet, ob Sie ein gesunder, im Berufsleben einsatzfähiger Mensch sind oder ob mit Fehlzeiten zu rechnen ist. Der Arbeitgeber darf sich nur nach aktuellen Erkrankungen erkundigen, die die berufliche Leistungsfähigkeit einschränken. Bagatellerkrankungen, auch ein kleiner Heuschnupfen gehen ihn nichts an.
Berufliche Kompetenz und Eignung
Typische Fragen sind:
- Wie gut kennen Sie sich in unserer Branche, in unserem Metier aus?
- Welche Kongresse, Fachtagungen, Weiterbildungen haben Sie in der letzten Zeit besucht?
- Was spricht für und was gegen Sie als Kandidat(in)?
Es geht darum zu prüfen, wie Ihr aktueller Wissensstand ist. Können Sie kompetent mitreden, einschätzen, beurteilen? Und es ist ein Test zur Selbsteinschätzung. Eine Kurzzusammen- fassung der Argumente, die für Sie sprechen und höchstens ein, zwei harmlose dagegen, sind jetzt gefordert.
Informationen für den Bewerber/die Bewerberin
Jetzt wird Ihr Gegenüber berichten, wie es bei ihm in der Firma/Institution zugeht. Das ist eine wichtige Gesprächsphase, in der es vor allem auf Ihre Zuhörfähigkeit ankommt, d.h., zeigen Sie sich interessiert, fragen Sie nach, nicken Sie zustimmend.
Arbeitskonditionen
Hier werden grob die Rahmenbedingungen abgeklärt, wie Aufgabengebiet, Arbeitszeit, Probezeit, Kündigungsfristen, Sonderzahlungen etc. Detailliert besprochen werden diese Aspekte aber erst, wenn man wirklich in die absolut engere Wahl gekommen ist, also beim zweiten Vorstellungsgespräch.
Fragen des Bewerbers/der Bewerberin
Im Vorstellungsgespräch können bzw. sollten Sie sogar selbst Fragen stellen. Damit unterstreichen Sie Ihr Interesse. Aber bitte fragen Sie nicht als erstes nach dem 13. Monatsgehalt oder wann Sie Urlaub haben können.
Mögliche Fragen sind:
Fragen Sie, ab wann Sie mit einer Nachricht etwa rechnen können bzw. ob und wann Sie sich melden dürfen.
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