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Bankenkrise in Deutschland: wer ist eigentlich die Hypo-Real-Estate?
Die Hypo-Real-Estate ist aus dem Geschäft der HypoVereinsbank mit gewerblichen Immobilienfinanzierungen entstanden. Diesen Geschäftsbereich hatte die HypoVereinsbank 2003 aus ihrem eigenen Geschäft herausgelöst und in die Hypo Real Estate Holding AG eingebracht.
2007 hat die Hypo-Real-Estate dann die DePfa-Bank inkl. der Depfa Deutsche Pfandbriefbank AG übernommen. Die Depfa Bank ist/war vor allem im Geschäft mit öffentlichen Krediten tätig (“Staatsfinanzierer”) und hat ihren Sitz 2002 von Deutschland nach Irland verlegt. Von der Übernahme versprach sich die Hypo-Real-Estate ein internationaleres Geschäft. Leider war die Übernahme -im Nachhinein betrachtet- der Anfang vom wahrscheinlichen Ende.
Warum ist die Depfa Bank in Schwierigkeiten?
Die Depfa Bank ist grundsätzlich ein ziemlich solides Unternehmen. Das Problem ist aber, dass die Depfa gewisse Grundregeln im Bankgeschäft mißachtet hat. Eine dieser Grundregeln sagt beispielsweise, dass langfristige Ausleihen nicht mit (nur) kurzfristigen Krediten zu finanzieren sind. Aber eben dies hat die Depfa -scheinbar systematisch- getan. Sich diese kurzfristigen Mittel zu beschaffen wurde angesichts des Mißtrauens unter den Banken immer schwieriger. Die Depfa und damit die Hypo-Real-Estate sind jetzt nicht grundsätzlich völlig pleite, aber ihnen fehlt das Geld (Liquidität), um selbst aufgenommene Kredite zurückzahlen zu können. Hier springen jetzt Bundesbank und das Bankgewerbe allgemein ein und geben der Hypo-Real-Estate bzw. der Depfa Kredite i.H.v. rund 50 Mrd Euro.
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