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Schritt für Schritt zum eigenen Wertpapierdepot

Wer sein Erspartes in Aktien oder Fonds anlegen will, sollte Schnellschüsse vermeiden und sich vorab ein paar Gedanken machen. Nur so findet man für sich die richtige Depotbank und erreicht auf Dauer das, was man sich von der Anlage in Aktien und Fonds erhofft. Wir zeigen Ihnen hier, wie Schritt für Schritt zu dem für geeigneten Wertpapierdepot kommen.

1. Anlagetyp und Anlagestrategie klären

Wer sein Geld in Wertpapieren anlegen will, sollte als erstes klären, welcher Anlageziele verfolgt werden sollen. Geht es um eine langfristige Anlage, beispielsweise als Altersvorsorge, oder möchten Sie durch sog. Trading kurzfristig möglichst hohe Gewinne/Renditen erzielen? Welches Hintergrundwissen haben Sie? Kennen Sie sich mit Aktien- und Fondsanlagen aus oder brauchen Sie zumindest ab und an den Typ von Wertpapierexperten? Sind Sie willens und bereit, sich selbst beinahe täglich um Ihr Wertpapierdepot zu kümmern oder soll das eher “so nebenbei” laufen?

Wer langfristige Anlageziele verfolgt und sich nicht laufend um seinen Depotbestand kümmern will, liegt mit Fonds richtig. Und hier sollten Anleger vor allem auf Indexfonds (ETF´s) setzen. Indexfonds bilden mit ihren Wertpapieren einen bestimmten Aktienindex (beispielsweise den Dax) ab.

2. Depotbank aussuchen

Die Wahl der richtigen Depotbank hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wer sich mit Aktien und Fonds nicht so gut auskennt und eine langfristige Anlagestrategie verfolgt, ist meist bei den Filialbanken und Sparkassen optimal aufgehoben. Wer auf Beratung verzichten kann, wählt eher die Direktbank. Und wer beim Traden den ultimativen Kick  und die ultimative Rendite sucht, wird auf Wertpapierhandelsbanken/Trader zurückgreifen.

Als Depotkunde einer Bank sollten Sie vor allem auf die Kosten und Gebühren achten. In diesem Punkt unterscheiden sich die von Filial- und Direktbanken angebotenen Depotkonten erheblich. Und diese Kosten sind eben auch davon abhängig, wie aktiv man Aktien und Fonds kauft und verkauft. >Depotvergleich>

3. Aktien und Fonds aussuchen

Ist eine passende Depotbank gefunden, stellt sich die Frage, womit man sein Depot füllt, sprich welche Aktien man kauft. Wir empfehlen gerade Neulingen, sich langsam an die Materie heranzutasten. Ein gutes Mittel ist die Anlage in Indexfonds. Dabei muss man sich als Anleger nur auf eine grobe Richtung festlegen (beispielsweise Dax-Unternehmen), sich aber am Anfang nicht mit Details der einzelnen Branchen beschäftigen. Hat man sein Geld erst einmal in derartigen Indexfonds angelegt, beschäftigt man sich meist zwangsläufig mit einzelnen Aktien und entwickelt ggf. seinen eigenen Aktienindex.

4. Auf die Kosten und Steuern achten

Bei der Anlage in Aktien und Fonds wird am Ende abgerechnet. Das bedeutet, dass Anleger stets auch die Kosten und vor allem auch die fälligen Steuern im Blick haben sollten. Von den erzielten Gewinnen führt die Depotbank 25% Kapitalertragssteuer ab (ggf. zzgl. Kirchensteuer). Die Abrechnung der tatsächlich und individuell zu zahlender Kapitalertragssteuer erfolgt über die Steuererklärung.

Bei den Depotbanken, aber auch bei einzelnen Fonds und Fondsgesellschaften gibt es zudem erhebliche Unterschiede bei den Gebühren. Bei den Gebühren spielt zudem das Anlageverhalten eine wesentliche Rolle (Stichwort Odergebühren).

5. Die Anlagestrategie im Auge behalten

Wer sein Kapital in Aktien und Fonds anlegt, sollte regelmäßig seine eigene Anlagestrategie überprüfen. Viele Aktienanleger machen den Fehler, dass sie bei Kursrückgängen zu lange an Einzelwerten festhalten, weil sie glauben, dass es irgendwann auch wieder nach oben gehen muss (siehe beispielsweise viele Bankaktien in den vergangenen Jahren). Auf der anderen Seite sollte man aber auch nicht zu nervös auf kleine -und völlig normale- Kursschwankungen reagieren.

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