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Tagesgeld bei russischen Banken: worauf sollte man achten?

Sie haben Ihr Kapital bei einer russischen Bank oder Tochterunternehmen einer russischen Bank angelegt? Sie möchten wissen, ob Sie angesichts der sog. Russlandkrise etwas beachten oder gar handeln müssen?

In Deutschland sind gleich mehrere russische Banken aktiv. Dabei handelt es sich in der Regel um Tochterunternehmen, die  in Österreich oder den Niederlanden ansässig sind.

  • Sberbank/Sberbank Direct (Österreich)
  • VTB Direktbank (Österreich)
  • Denizbank (Österreich)
  • Amsterdam Trade Bank (Niederlande)

Diese Banken unterliegen der europäischen Einlagensicherung, über die 100.000 Euro je Kontoinhaber abgesichert sind. im Normalfall sollten sowohl die Niederlande als auch Österreich in der Lage sein, bei einem Totalausfall, auch deutsche Anleger zu entschädigen.Und wenn man berücksichtigt, dass der russische Staat unter anderem die o.g. VTB Bank bereits mit umgerechnet rund 1,5 Mrd Euro stützen musste (Stand 12/2014) scheint eine Pleite zumindest nicht ganz ausgeschlossen. der russische Staat hat insgesamt umgerechnet rund 14 Mrd zur Stützung des Bankenmarktes zur Verfügung gestellt.

Sollte man jetzt noch bei russischen Banken Geld anlegen?

Auch wenn das Kapital bei den Tochterunternehmen in Österreich und den Niederlanden sicher zu sein scheint, sollte man sich als Anleger fragen, ob man sein Kapital wirklich bei diesen Banken anlegen will bzw. muss. Die Zinsvorteile gegenüber anderen Banken sind derzeit verschwindend gering. Das ist beruhigend, denn ansonsten könnte der “Kaupthing-Edge-Effekt” einsetzen, bei dem die Gier das Hirn frisst und Kleinanleger ihr Kapital schier blind dahin tragen, wo es die meisten Zinsen gibt.

Ich kann von einer Anlage bei russischen Banken oder deren Tochterunternehmen nur abraten. Zum einen besteht angesichts der Alternativen am Bankenmarkt kein vernünftiger Grund, sein Kapital dort anzulegen und zu anderen muss man auch nicht den Niederländern oder Österreichern zumuten, am Ende die Zeche zu zahlen.

Ich habe bereits im Juli 2014 alle russischen Banken und deren Ableger aus den Zinsvergleichen auf dieser Webseite gelöscht. Es soll im Fall einer Pleite bitte niemand sagen, nicht gewußt haben zu können. Das hatten wir schon bei der isländischen Kaupthing Edge Bank (und auch vor dieser Bank hatte ich gewarnt).

Ihr Olaf Varlemann
Inhaber von bankmitarbeiter.de
 

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